Dantronik GmbH

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Siehe Übersicht aller bekannten Hersteller.

Die Dantronik GmbH entstand durch Ausgründung aus dem Radio- und Fernsehgroßhandel Radiohaus Herrmann Fossgreen, ursprünglich aber unter dem Namen Autoton. Nach Namensstreitigkeiten mit der schweizer Firma Autophon wurde das Unternehmen dann in Dantronik umbenannt. Woher der Name Dantronik stammt ist bisher nicht bekannt. In späteren Jahren wurde Dantronik als Akronym für Deutsche allgemeine Nachrichtenelektronik genutzt.

Der Erfinder Herrmann Fossgreen war in den 1920er Jahren ein Pionier im Bereich Radiotechnik, und reichte einige nennenswerte Patente ein. Sein Unternehmen war viele Jahre lang in Flensburg etabliert und bekannt.

In den 1960er Jahren begannen der Sohn von Herrmann Fossgreen und der Radio- und Fernsehtechnik Meister Nico Jansen damit, dänische Taxi-Funkgeräte auf dem deutschen Markt zu verkaufen. Da sich dieses Geschäft immer schneller und weiter entwickelte, bestand Herrmann Fossgreen darauf das Geschäft auszulagern.

Dantronik entwickelte sich in den kommenden Jahren zu einer bekannten Größe in den Bereichen Betriebsfunk, maritimer Kommunikation und Navigation, sowie Kommunikation und Disposition im öffentlichen Personennahverkehr. Mit UKW-Seefunkanlagen und Decca-Navigationsgeräten (Decca war ein Vorläufer von GPS) war Dantronik zeitweise Marktführer in Deutschland.

Funk- und Navigationsgeräte kaufte Dantronik als OEM Ware weltweit ein. Systemtechnik für Signalisierung, digitale Übertragung und vollautomatische Taxidispositionssystem wurden im eigenen Haus entwickelt.

[Typ 201] In den 1970er Jahren versuchte man mit der Zulassung von zwei Funkmeldeempfängern für die deutschen BOS auch auf diesem Markt Fuß zu fassen.

Sicher ist, dass auch die Funkmeldeempfänger nur OEM Geräte anderer Hersteller waren. Das Modell „Typ 201“ kam z.B. von Niros Communications A/B aus Dänemark. Über den „Typ 404“ ist bisher leider nichts bekannt.

Da im gleichen Zeitraum die sehr erfolgreichen Modelle Motorola Pageboy II und später der Swissphone RE227 auf dem Markt erschienen, liegt die Vermutung Nahe, dass beide Melder das selbe Schicksal ereilte wie den ebenfalls aus dieser Zeit stammenden Storno CRP833 und Sonnenburg MS100. Die Geräte waren zu groß und zu schwer und fanden so nie eine nennenswerte Verbreitung.

Zumindest gibt es auch bei den Geräten von Dantronik bisher keine Indizien dafür, dass die Geräte tatsächlich bei einer deutschen Feuerwehr oder Hilfsorganisation im Einsatz waren.

Die Einführung des Mobilfunks und von GPS-Navigation brachte Dantronik dann in ziemliche Bedrängnis. Mehrere Eigentümerwechsel und Insolvenzen prägen den weiteren Verlauf der Firmengeschichte.

Aktuelle Nachfolgegesellschaft ist die Dantronik Funk & Telematik GmbH & Co. KG.

Zitat von der aktuellen Webseite: „Heute liegen die Schwerpunkte von Dantronik in der Bereitstellung von Informationssystemen für den öffentlichen Nahverkehr, Leitsystemen für Taxizentralen und Spediteure, sowie der Datenkommunikation über Kurzwelle. Im Bereich der Datentechnik entwickelt Dantronik Software im Kundenauftrag und stellt webbasierende betriebswirtschaftliche Lösungen für Verwaltungen, Industrie und Handel bereit.“

Funkmeldeempfänger

201 F-4-20 404-4-20

Kontakt

Hauptsitz
Dantronik Funk & Telematik GmbH & Co. KG
Fahrensodde 20
24944 Flensburg

Telefon: +49 461 3133 300
Telefax: +49 461 3133 400

Web: http://www.dantronik.de
Mail: kontakt@dantronik.de