Storno Electronic GmbH

[Storno Logo]

Siehe Übersicht aller bekannten Hersteller.

1947 wurde unter der dänischen Mutter Greater Northern in Kopenhagen die Storno A/S gegründet. Mit dem Know-How der 1869 gegründeten Muttergesellschaft auf dem Bereich der Telekommunikation, sollte sich Storno speziell auf Funkkommunikation im UHF/VHF Bereich spezialisieren. Sehr früh entstanden die ersten professionellen Funkgeräte von Storno.

[Standort Flensburg] Im Zuge der Expansion in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft wurde 1967 eine Produktionsstätte in Deutschland errichtet, nämlich die Storno Electronic GmbH im norddeutschen Flensburg. Von hier aus wurden in den Anfangsjahren Storno-Produkte exklusiv für den Großkunden Siemens endmontiert.

Schon 1970 endete die Zusammenarbeit mit Siemens, worauf Storno in Deutschland eine eigene Vertriebs- und Serviceorganisation aufbaute. Unzählige Technische Büros wurden z.B. in Hamburg, Bremen, Berlin, Hannover, Köln, Bochum, Saarbrücken, München und Stuttgart errichtet. Von Hamburg aus wurden später die BOS-Produkte vertrieben.

Auch der Produktionsstandort in Flensburg wurde kontinuierlich ausgebaut, neue Gebäude erworben und die Mitarbeiterzahl erhöht. Von hier aus wurden im Laufe der Zeit Geräte der Serien CQM/CQP/CQF 600, CQM 700, CQM/CQF 900, CQM 5000 und CQM 6000 gebaut.

1976 verkaufte Greater Northern Storno an die amerikanische General Electric. In Zusammenarbeit mit den Amerikanern wurden weitere Produktreihen entwickelt. Größere Auswirkungen auf Storno hatte die Übernahme nicht.

[Werbung aus dem Jahre 1978] Mitte der 1970er Jahre stieg Storno auch in den BOS-Funk ein. Neben zwei Funkgeräten, allerdings lediglich als Lizenzbau von SEL, wurde auch ein Funkmeldeempfänger aus eigener Produktion zugelassen.

Mit der Übernahme durch Motorola 1986, wurde das Geschäft von Storno vollständig eingegliedert. Die Marke Storno verschwandt von der Bildfläche, an den ehemaligen Produktionsstandorten wurden ab 1991 Mobiltelefone produziert.

2007 gab Motorola bekannt, dass die Produktion von UMTS-Handys aus Flensburg nach Asien verlegt werden soll. Damit war das Aus des Produktionsstandortes Flensburg beschlossen und wurde noch 2007 in die Tat umgesetzt.

Funkmeldeempfänger

Storno hat im Laufe seiner Firmengeschichte lediglich einen Funkmelder selbst produziert. Und zwar den CRP800 aus der Stornophone 800 Serie. Dieser FME bekam sogar eine deutsche BOS Zulassung.

Weitere Melder wurden in Lizenz von Sonnenburg, Oelmann, Swissphone, Niros oder Motorola vertrieben, bevor Storno später komplett in Motorola aufging.

Stornophone 800

Lizenzbauten von Swissphone

Bisher bekannt sind lediglich Lizenzbauten des RE227 und RE228, wobei nur letztgenannter auch eine deutsche BOS Zulassung erhielt. Unterschiedlichen Quellen zur Folge wurde auch der RE214 „Sherpa“ von Storno vertrieben.

Stornocall - Lizenzbauten von Niros und Motorola

[Prospekt zu Stornocall (Siehe Downloads)]

Unter dem Namen Stornocall bot Storno vermutlich Anfang der 1970er Jahre zwei Funkmelder mit unterschiedlicher Reichweite als Hauptmerkmal an. Die Melder sollten Jedermann in die Lage versetzen, schnell und komfortabel Nachrichten zu empfangen. Storno bot die Melder als ideale Ergänzung zu den hauseigenen Funktelefonen an.

Der Type 201 wurde im Prospekt auf Grund seiner geringen Größe und des geringen Gewichtes explizit zur Alarmierung von Einsatzkräften hervorgehoben. Bei diesem Gerät handelt es sich um einen Lizenzbau des Niros RX201. Bei genauerem Blick auf das Foto erkennt man den Schriftzug „Niros Copenhagen“ auf der Gerät. Das ist dahingehend interessant, da sowohl Niros, als auch Storno im Großraum Kopenhagen angesiedelt waren. Ggf. gab es zwischen beiden Firmen noch weitere Kooperationen.

Der Typ 303 sollte für den allgemeinen Personenruf genutzt werden. Hier handelt es sich um ein Lizenzbau des Motorola Pageboy. Erstaunlicherweise hatte Storno also bereits in den 1970er Jahren mit Motorola Kontakt, bevor Storno erst von General Electric und später direkt von Motorola übernommen wurde. Da Mitte der 1970er Jahre bereits der Motorola Pageboy II auf den Markt kam scheint es schlüssig, dass der Prospekt vor 1975 entstand.

Lizenzbauten von Oelmann und Sonnenburg

Von Sonnenburg wurde der stationäre MS200 vertrieben, der auch eine deutsche BOS Zulassung bekam.

Von Oelmann wurde ein Betriebsfunkmelder als CRP240 vertrieben.

Kontakt

Siehe auch Motorola

Mutterkonzern
Motorola Solutions, Inc.
1303 East Algonquin Road
Schaumburg, Illinois 60196 USA

Telefon: +1 (847) 576-5000

Web: http://www.motorolasolutions.com/

Hauptniederlassung Deutschland
Motorola Solutions Germany GmbH
Telco Kreisel 1
65510 Idstein

Telefon: +49 (6126) 9576-0
Fax: +49 (6126) 9576-999

Web: http://www.motorolasolutions.com/