Wolfram Elektronik GmbH

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Bereits ab 1946 unterstützte das Ingenieurbüro Josef Wolfram die Branddirektion der Berufsfeuerwehr München bei der Installation der ersten Versuchsfunkanlagen. So wundert es nicht, dass Wolfram auch 1969 an der Einführung der stillen Alarmierung maßgeblich beteiligt ist.

[1972: Anzeige für FA3570 B] Bereits 1971, nach einigen Prototypen, war der erste Funkalarmempfänger FA3570 B fertiggestellt und konnte ab 1972 in Serie gebaut werden. Sowohl die Berufsfeuerwehr, als auch alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt München wurden in den folgenden Jahren mit Geräten von Wolfram ausgestattet. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 1972 kamen erste Anfragen von Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus dem Landkreis München.

Mit dem FA3570 C wurde bereits 1975 ein Nachfolgegerät entwickelt, was 1976 mit dem FA3570 C/VI nochmals verbessert wurde. Neben optischen Verbesserungen, wie LED anstatt Glühlampen zur Funktionsanzeige, wurde auch die Technik im Inneren auf den aktuellen Stand der Technik modernisiert.

Eine nochmalige Überarbeitung des Innenlebens resultierte 1978 im FA3570 C/VII, welcher deutlich kleiner als seine Vorgänger ausfiel. Auch war die Einstellung der zu dekodierenden Alarmschleife nun einfacher und auch mehrere Schleifen konnten nun mit wenig Aufwand ausgewertet werden.

1979 wurden die letzten Seriengeräte an die Feuerwehr München ausgeliefert, da man im Laufe der 1980er Jahre mit dem Motorola Pageboy 2 die ersten Taschenmeldeempfänger einsetzte. Ab 1988 wurden alle FA3570 B und C bis Baujahr 1976 ebenfalls durch Pageboy 2 ersetzt.

[Feldstärkemessgerät] Neben den Funkalarmempfängern wurden ab 1980 auch Kontrollempfänger zur Ergänzung von Sirenensteueranlagen in größeren Stückzahlen produziert. Der FA 3570 C diente hier als bewährte technische Grundlage. Der etablierte BOS-Funk brachte Wolfram in den 80er Jahren nicht nur eine weiterhin gute Auftragslage bei den Funkalarmempfängern -hauptsächlich aus Bayern-, auch wurden immer wieder Sonderanfertigungen bestellt. Neben Kontrollempfängern für Leitstellen, über Mehrkanal- und Mithör-Empfängern bis hin zu speziellen Messempfängern konnte Wolfram mit Varianten des FA 3570 immer wieder maßgeschneiderte Lösungen bieten.

[Josef Wolfram] Mit der einheitlichen Umstellung der analogen Alarmierung von 3-Ton auf 5-Ton, wurden zwischen 1987 und 1988 alle Wolfram Funkalarmempfänger C/VI und C/VII der Feuerwehren umgerüstet und auf den neusten Stand gebracht.

Anfang 1986 verstarb der Firmengründer Josef Wolfram im Alter von 64 Jahren.

Ende der 1980er Jahre ging die Nachfrage nach Wolfram Funkalarmempfängern stark zurück, da die Taschenmeldeempfänger immer mehr im Kommen waren. Die letzten FA 3570 wurden daher Mitte der 1990er Jahre produziert und ausgeliefert. Seit dem werden vorhandene Geräte gewartet und überarbeitete Leihgeräte ausgegeben. Die Wolfram Elektronik GmbH existiert dabei in dieser Form heute nicht mehr, die Kundendienst-Geschäfte übernahm der Sohn Herbert Wolfram unter eigenem Firmennamen Wolfram Physikalische Technik.

2011 feierte der FA 3570 seinen 40ten Geburtstag. Viele Geräte sind heute noch erfolgreich im Einsatz und werden von Wolfram Elektronik auch heute noch gehegt und gepflegt.

Vielen Dank an Michael Remm für die Bereitstellung der Bilder und Informationen.

Funkmeldeempfänger

Auf Grund der großen Vielfalt an Sonderanfertigungen nach Kundenwunsch, können hier nur die vier Seriengeräte aufgelistet werden. Dabei benötigte das Modell FA3570 B auf Grund seines Baujahres vor 1975 noch keine offizielle BOS-Zulassung und erscheint deshalb nicht in den offiziellen Listen.

Kontakt

Ausschließlich Kundendienst
Wolfram Physikalische Technik
Josef-Beiser-Straße 17
D-81737 München

Tel.: +49 (89) 6701436

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